Ländlichen Charakter in Hausham erhalten - Verkehrschaos vermeiden

Wenn das Landschaftsschutzgebiet zum Zankapfel wird

Interessanter Beitrag aus der Nachbargemeinde über den Umgang der Politik mit geltendem Recht

Ein Leserbrief von Hans Jürgen Menge aus Rottach-Egern

           Miesbacher Merkur, 7.3.19

Baugebiet Hausham-Abwinkl: Stellungnahmen eingegangen / "Nehmen das ernst"

Einmal mehr beschäftigte sich der Haushamer Gemeinderat mit dem geplanten Baugebiet am Huberspitz ...

Leserbrief zu Kommentar S. Grauvogl vom 05.12.18

Leserbrief, Miesbacher Merkur  10.12.2018

Zur schönen Aussicht: Das Areal neben der Huberbergstraße in Hausham soll Bauland werden. © A. Leder

Wir fordern den Erhalt des vollständigen Landschaftsschutzgebietes "Egartenlandschaft um Miesbach" der Grundstücke der Gemarkung in Hausham: Flurnummern 669/3, 707/4 und Teilfläche 703/0. Begründung:

Ausführliche Begründung.pdf
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Hochwassergefährdetes Giebiet, Schlierach - Hausham

sowie Biotop-Kartierung

Zwischen der Huberbergstraße und dem Huberspitzweg befindet sich der "Schmotzbach", der in einem Biotop liegt. Dieser Bach ist ein äußerst wichtiges Laichhabitat für Forellen aus der Schlierach. Durch die teilweise Verrohrung des Baches wird dieses Biotop zerstört.

Außerdem dient das Ufergehölz mit verschiedenen Sträuchern und Bäumen als Brut- und Rückzugsmöglichkeit vieler Vogelarten.

Soll dies alles geopfert werden?

 

Ebenso schwerwiegend ist die Flächenversiegelung. Die Überschwemmungs-gefahr für die jetzigen Anwohner und die Unterlieger an der Schlierach wird massiv ansteigen und evtl. wieder Eingriffe in die Schlierach erfordern.

Noch mehr Verkehr durch ein Nadelöhr

 

Die markierten Gebäude (rot) wurden in den letzten, gut 20 Jahren neu gebaut. Zusätzlich wurde eine ganze Reihe an öffentliche Einrichtungen und dergleichen (blau) mit erheblichem Verkehrsaufkommen in dem Gebiet z.T. neu gebaut oder neu angesiedelt.

 

Allein mit dem Neubau der Wohnanlage in der Naturfreundestraße mit 26 Wohneinheiten, merkt man bereits jetzt schon einen signifikanten Zuwachs an Verkehrsbewegungen!

 

Die Straßen sind gleich geblieben, wie vor 100 Jahren! Und sie können auch nicht erweitert werden. Alle zusätzlichen Anlieger müssen bisher schon die Schlierach- und/oder Naturfreundestraße (gelb) auf dem Hin- und Rückweg benutzen.

 

Der neue Bahnübergang wird durch das zusätzliche Verkehrsaufkommen des Neubaugebietes in Zukunft das Nadelöhr Haushams werden. Es ist heute schon völlig klar, dass er den Verkehrsströmen in keiner Weise gerecht werden kann. Logischerweise wird sich das Verkehrsaufkommen dadurch auch auf die angrenzenden Straßen verteilen! Wie sinnvoll ist das denn?

 

Darum ist das geplante Baugebiet (grau) mit Ansiedlung der Lebenshilfe und somit einer geplanten, nochmaligen extremen Verkehrssteigerung in der Größe nicht annähernd zu bewältigen.

Ein Baugebiet für Einheimische sei begrüßenswert, das Vorhaben der Lebenshilfe umso mehr. „Aber nicht an dieser Stelle“. 

 

Rein verkehrstechnisch betrachtet sei das Haus Bambi „ein mittelständischer Betrieb“. Mit der Wohnbebauung kämen schnell ein paar Hundert Autos pro Tag zusammen; zu viel für die zahlreichen Engstellen in den Straßen.

 

Zudem sei die Schrankensituation nach wie vor ungeklärt, was lange Rückstaus in der Naturfreundestraße bedeuten könnte. 

 

Auch die Entwässerung bereitet den Anwohnern nach wie vor Sorgen. Schon jetzt seien ihre Keller bei Starkregen ruck zuck voll. Zudem ist die Abwassersituation nicht gelöst

 

Vom Verkehr wären 1500 bis 2000 Leute betroffen.

 

Während der Bauphase, die sich voraussichtlich über mehrere Jahre erstrecken wird, werden viele Tausend LKW-Fahrten für das Neubaugebiet benötigt.

 

Das gesamte Umfeld wird einer nicht zu bewältigenden verkehrlichen Belastung ausgesetzt. Außerdem wird dies auch zur erhöhten Immissionen durch Luftschadstoffe und Lärm führen.

Der Blick von oben: Die blauen Flächen sind aus dem Landschaftsschutzgebiet entnommen worden.
Der Bereich an der Schlierach (1) bleibt unbebaut,
auf den Grundstücken am Alpengasthof (2) und
an der Huberbergstraße (4) sollen 35 Wohnhäuser entstehen.
Der Abschnitt unter der Hangkante (3) ist für das neue Haus Bambi vorgesehen.
© Grafik: DAK

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