Bahnübergang Hausham

Miesbacher Merkur, 04.08.2020
Miesbacher Merkur, 06.08.2020
Miesbacher Merkur, 06.08.2020
Miesbacher Merkur, 06.08.2020

Bahnübergang Hausham Süd

 

„Der Knotenpunkt – Bahnübergang ohne Mittelteiler – ist bei Ansatz der Verkehrsmengen für das Prognosejahr 2020 (ohne geplantes Baugebiet Abwinkl) in der maßgeblichen werktäglichen abendlichen Spitzenstunde, mit einer Umlaufzeit von 90 Sekunden und ohne Bahneingriff mit einer Leistungsreserve von +2% an der Leistungsfähigkeitsgrenze. […]

 

Die Räumzeit über den Bahnübergang beträgt 6 Sekunden für den jeweiligen Fahrverkehr:

Fv 1, Fv 4, Fv 5, Fv 8. […]

Bildquelle: Verlegung des Bahnübergangs: Untersuchung der Leistungsfähigkeit der Straßenverkehrsanlage, gevas humberg & partner, April 2010

 

Das der Leistungsfähigkeitsberechnung zugrunde gelegte Signalprogramm schließt eine Begegnung von Kraftfahrzeugen auf dem Bahnübergang signaltechnisch aus, da ein Begegnungsverkehr auf dem Bahnübergang für größere Fahrzeuge aufgrund der Schleppkurven nicht möglich ist.“

 

In wie weit der neue Bahnübergang Hausham Süd mit Bahnbeeinflussung – d.h. mit Schrankenschließzeiten – leistungsfähig ist und die KFZ-Mehrbelastung (aus dem geplanten Baugebiet) ohne Rückstau in die Naturfreundestraße gewährleistet werden kann,

muss hier in Frage gestellt werden!

Verlegung des Bahnübergangs
Untersuchung der Leistungsfähigkeit der Straßenverkehrsanlage
Bahnübergangssicherungsanlage Hausham Ve[...]
PDF-Dokument [2.4 MB]

Zu den Bebauungsplänen 42 und 43 der Gemeinde Hausham:

Was jeder Haushamer dazu wissen sollte

 

 

Der Faktencheck zum geplanten Baugebiet

„An der Huberbergstraße“ (Abwinkl)

 

Fehlende Transparenz und Kommunikation führen zu Nichtwissen und einem falschen Meinungsbild. Reicht es, nur über zwei Infoveranstaltungen die Bürger zu informieren? Werden Informationen sukzessiv nur dann veröffentlicht, wenn fehlende Unterlagen in den Bekanntmachungen durch unseren Rechtsbeistand beanstandet werden?

 

Uns wird vorgeworfen, dass wir falsche Aussagen veröffentlichen und wir wurden von der Gemeinde Hausham anwaltlich aufgefordert, verschiedene Inhalte auf unserer Homepage zu entfernen. Daher werden an dieser Stelle Tatsachen gründlich geprüft und Aussagen bewertet. Die Antworten gibt es hier im Faktencheck.

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Zur schönen Aussicht: Das Areal neben der Huberbergstraße in Hausham soll Bauland werden. © A. Leder

Georisiko: Hangrutschlage

 

Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) hat folgende Stellungnahme zur Bauleitplanung, Flächennutzungsplan und 12. Änderung Bebauungsplan Nr. 43 „neues Haus Bambi“ an die Gemeinde Hausham abgegeben:

 

Auszug der Stellungnahme der LfU

Geogefahren

"Das Vorhaben liegt auf bzw. direkt unterhalb einer bekannten Rutschmasse, die als Georisk-Objekt beschrieben ist [...]

Dieser Bereich ist vorbehaltlich weiterer Informationen NICHT als stabil einzustufen [...]"

 

Lesen Sie weiter unter:

Hochwassergefährdetes Giebiet, Schlierach - Hausham

sowie Biotop-Zerstörung (Kartierung)

Zwischen der Huberbergstraße und dem Huberspitzweg befindet sich der "Schmotzbach", der in einem Biotop liegt. Dieser Bach ist ein äußerst wichtiges Laichhabitat für Forellen aus der Schlierach. Durch die teilweise Verrohrung des Baches wird dieses Biotop zerstört.

Außerdem dient das Ufergehölz mit verschiedenen Sträuchern und Bäumen als Brut- und Rückzugsmöglichkeit vieler Vogelarten.

Soll dies alles geopfert werden?

 

Ebenso schwerwiegend ist die Flächenversiegelung. Die Überschwemmungs-gefahr für die jetzigen Anwohner und die Unterlieger an der Schlierach wird massiv ansteigen und evtl. wieder Eingriffe in die Schlierach erfordern.

 

Auch die Entwässerung bereitet den Anwohnern Sorgen. Schon jetzt seien ihre Keller bei Starkregen ruck zuck voll. Zudem ist die Abwassersituation nach wie vor nicht gelöst. 

Bildquelle: geoportal.bayern.de

Noch mehr Verkehr durch ein Nadelöhr

 

Die markierten Gebäude (rot), siehe Bild unten, wurden in den letzten
20 Jahren neu gebaut.
Zusätzlich wurde eine ganze Reihe an öffentliche Einrichtungen (blau) mit erheblichem Verkehrsaufkommen in dem Gebiet z.T. neu gebaut oder neu angesiedelt.

 

Allein mit dem Neubau der Wohnanlage in der Naturfreundestraße mit 26 Wohneinheiten, merkt man bereits jetzt schon einen signifikanten Zuwachs an Verkehrsbewegungen!

 

Die Straßen sind gleich geblieben, wie vor 100 Jahren! Und sie können auch nicht erweitert werden. Alle zusätzlichen Anlieger müssen bisher schon die Schlierach- und/oder Naturfreundestraße (gelb) auf dem Hin- und Rückweg benutzen.

 

Der neue Bahnübergang wird durch das zusätzliche Verkehrsaufkommen des Neubaugebietes in Zukunft das Nadelöhr Haushams werden. Es ist heute schon völlig klar, dass er den Verkehrsströmen in keiner Weise gerecht werden kann. Logischerweise wird sich das Verkehrsaufkommen dadurch auch auf die angrenzenden Straßen verteilen!

 

Darum ist das geplante Baugebiet (grau) mit Ansiedlung der Lebenshilfe und somit einer geplanten, nochmaligen extremen Verkehrssteigerung in der Größe nicht annähernd zu bewältigen.

Ein Baugebiet für Einheimische sei begrüßenswert, das Vorhaben der Lebenshilfe umso mehr. Aber nicht an dieser Stelle. 

 

Rein verkehrstechnisch betrachtet sei das Haus Bambi ein mittelständischer Betrieb. Mit der Wohnbebauung kämen schnell ein paar Hundert Autos pro Tag zusammen; zu viel für die zahlreichen Engstellen in den Straßen.

 

Zudem sei die Schrankensituation am Bahnübergang nach wie vor ungeklärt. Dies bedeutet: Enormer Rückstau u.a. in der Naturfreundestraße.

 

Vom Verkehr wären 1500 bis 2000 Leute betroffen.

 

Während der Bauphase, die sich voraussichtlich über mehrere Jahre erstrecken wird, werden viele Tausend LKW-Fahrten für das Neubaugebiet benötigt.

 

Das gesamte Umfeld wird einer nicht zu bewältigenden verkehrlichen Belastung ausgesetzt. Außerdem wird dies auch zur erhöhten Immissionen durch Luftschadstoffe und Lärm führen.

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