Kommentar zu: Grundstücke für 500 statt 900 Euro pro Quadratmeter

350-450 €/m² sollte ursprünglich ein Grundstück kosten. Die Vergabe folgt einem Punktesystem, in dem idealerweise ein Ehepaar u.a. ein Jahreseinkommen unter 60.000 € hat. Hinzu kommen enorm gestiegene Baumaterialkosten. Bleibt abzuwarten, wie dies finanziert werden soll. Oder wer sich „nackert“ macht und seine Finanzen dem Gemeinderat offenlegt.

Was ändert sich noch? Am Huberspitzweg (Volksfestplatz) wird laut aktualisiertem Bebauungsplan nachverdichtet. Folge dessen ist fraglich, ob auch an der Huberbergstaße nachverdichtet wird? Haben die Planer dabei den zusätzlichen Verkehr berücksichtigt?

Nach den verheerenden Hochwasserkatastrophen und Murenabgängen in Teilen der Republik bestätigt sich unser Engagement gegen die Bebauung in dieser exponierten Gefahrenlage, wenn Starkwetterereignisse zukünftig häufiger auftreten werden. Unmittelbar vor dem hangrutschgefährdeten Gebiet sollen zehn Gebäudetrakte mit einer Tiefgarage für die Lebenshilfe gebaut werden. Die Verantwortlichen behaupten, dass einige Vorkehrungen getroffen werden, z.B. dass vom Hangfuß ein Abstand von 5 Meter(!) eingehalten wird. Wenn nach Starkregen der Hang rutscht, wird die Mure dann vor den Gebäuden anhalten?

Zusätzlich gehen wichtige Retentionsflächen durch die Wohnbebauung verloren! Die Versiegelung solcher Böden führt zu vermehrtem oberflächlichem Abfluss des Niederschlages mit negativen Folgen insbesondere in hochwassergefährdeten Gebieten.

Jedes erstellte Gutachten zu dieser Problematik hat keine Langzeitprognosen aufgestellt. Diese Geogefahren – nicht nur im Baugebiet selbst – sondern auch für die Anwohner unterhalb sowie an der Schlierach werden von einem Teil der Gemeinde Hausham schlicht und einfach ignoriert. Wer kann hier noch mit gutem Gewissen bauen?

Volksentscheide auf Bundesebene möglich machen

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